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Internationale Zusammenarbeit (2)

Erfolgreicher Abschluss der zweiten Ausbildungslehrgänge am KSC-BPI Sulaimani

Am 11.12.2012 konnte der erfolgreiche Abschluss der 2. Ausbildungslehrgänge für Elektroinstallateure und Wasserinstallateure am Berufsbildungszentrum KSC-BPI Sulaimani gefeiert werden.

An den beiden vorangegangenen Prüfungstagen konnten alle Kandidatinnen und Kandidaten mittels der von ihnen erbrachten Leistungen überzeugen, sodass die Freude über den Anschluss der Lehrgänge bei den Absolventen und ihren Lehrenden ungetrübt war.Vom Direktor des BPI der ÖJAB konnte an 3 TeilnehmerInnen Zertifikate die diesen einen „ausgezeichneten Erfolg" bescheinigen übergeben werden. Weitere 8 TeilnehmerInnen konnten einen guten Erfolg erbringen. 3 Teilnehmer schlossen den Lehrgang mit Erfolg ab.Neben zwölf männlichen Teilnehmern konnten drei Frauen ihre Ausbildung zur Fachkraft abschließen.

Bei der feierlichen Überreichung der Abschlusszertifikate an die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungslehrgänge konnten namhafte Vertreter des KSC, der Wirtschafts- und Industriekammer, der Arbeiterkammer sowie befreundeter Organisationen wie der Universität Sulaimani begrüßt werden.

Die Gäste zeigten sich von den Leistungen der Absolventinnen und Absolventen beeindruckt und bekundeten ihre Unterstützung für die Durchführung weiterer derartiger Lehrgänge zur professionellen praxisorientierten Berufsausbildung. Dabei ist es vor allem der für die Zukunft prognostizierte hohe Bedarf an gut ausgebildeten Facharbeitern, die das Land zur weiteren wirtschaftlichen und technischen Entwicklung benötigt, der die Experten zu dieser positiven Einschätzung des Bedarfs kommen lässt.

Ihre aktive Unterstützung und Wertschätzung gegenüber den AbsolventInnen brachten die Vertreter der Wirtschaftskammer Herr Dlawar A. Sofy und Herr Aras durch die Überreichung kompletter Werkzeugsets an diese zum Ausdruck.

Auch sicherten die Vertreter der Wirtschafts- und Industriekammer und der Arbeiterkammer den Absolventinnen ihre Unterstützung beim Einstig ins Berufsleben zu. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass einige der Absolventen die im Lehrgang angebotenen Praktika als Sprungbrett in das Berufsleben nutzen konnten und nun nach Beendigung ihrer Ausbildung direkt in eine feste Anstellung wechseln können.

Die bisherigen Lehrgänge wurden in Form eines Pilotprojekts im Auftrag des KSC (Kurdistan Save the Children) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Sulaimani vom BPI der ÖJAB (Institute for vocational and professional Training and Development) durchgeführt.

Das Ziel der Ausbildung war die Vermittlung von praxisrelevantem Wissen und ebensolcher Fertigkeiten, welche die Absolventinnen und Absolventen zu unmittelbar am Arbeitsmarkt einsetzbaren Fachkräften in ihrer Disziplin machen sollen. Die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse zeigen, dass dies in Form der durchgeführten Lehrgänge möglich ist.

Der KSC versucht nun gemeinsam mit dem BPI der ÖJAB dieses Pilotprojekt auf ein festes Fundament zu stellen, um dieses Angebot einer größeren Anzahl von Interessentinnen und Interessenten auf Dauer zugänglich machen zu können. Dazu werden in den nächsten Tagen und Wochen Gespräche mit Vertretern des Ministerium für Arbeit und soziale Angelegenheiten sowie des Ministeriums für Wiederaufbau geführt werden.

Wir möchten uns bei allen Beteiligten und Unterstützern dieses Projekts ganz herzlich bedanken und wünschen vor allem den AbsolventInnen einen guten Einstieg und eine erfolgreiche Karriere in dem von ihnen gewählten Fachgebieten.

Link zum Kooperationspartner Kurdistan Save the Children KSC-KCF:

http://www.ksc-kcf.org/bpi-sulaimany-vocational-training-institute-awarded-the-second-training-course-graduation-certificates/

 

 

 

Historischer Überblick

Die Österreichische Jungarbeiterbewegung war Wegbereiter für die Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso (früher Obervolta)

  • Mitte der 50er Jahre kommt es bei einer Jugendveranstaltung in Wien zu einer zufälligen Begegnung: Der Präsident der ÖJAB, Dr. Bruno Buchwieser, trifft Pater Denise Tabsoba aus dem damals in Österreich praktisch unbekannten Land Obervolta (dem heutigen Bur­kina Faso). Der Kontakt bleibt in der Folge aufrecht.
  • Aus diesem Kontakt entwickelt sich ein Vertrag zwischen der ÖJAB und Obervolta: 1961 bis 1966 bildet die ÖJAB als erste österreichische Organisation Lehrlinge aus Obervolta in Österreich aus.1
  • 1966 installierte Obervolta ein Honorar-Generalkonsulat in Wien und ernannte ÖJAB-Präsident Dr. Bruno Buchwieser zum Honorar-Generalkonsul. Dieses Konsulat wird seit­dem in einer Bürogemeinschaft mit der ÖJAB geführt und war bis 1997 die einzige Vertretung für Obervolta / Burkina Faso in Österreich.
  • 1969 gründete die ÖJAB das Berufspädagogische Institut (BPI) in Mödling bei Wien, um Lehrlinge aus Obervolta / Burkina Faso und bald auch aus anderen Ländern auszubilden, ebenso um Entwicklungshelfer und Lehrkräfte zu schulen. Das BPI arbeitet seitdem als Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit. Schulerhalter ist die ÖJAB.
  • 1970 wird die ÖJAB erneut zum Vorreiter in Obervolta: Sie errichtet mit Mitteln der österreichischen Entwicklungshilfe eine technisch-gewerbliche Fachschule in der Hauptstadt Ouagadougou. In der Folge werden dort junge Westafrikaner zu gesuchten technisch-gewerblichen Fachkräften ausgebildet.
  • 1984 wird Obervolta in Burkina Faso umbenannt.
  • 1995 übergibt die ÖJAB die Leitung dieser technisch-gewerblichen Fachschule nach 25 Jahren dem Staat Burkina Faso.
  • Im Sommer 1997 eröffnet Burkina Faso in Österreich eine Botschaft. Die ÖJAB hilft bei dafür notwendigen organisatorischen Arbeiten mit und steht beratend zur Seite.
  • Seit 1969 betreibt die ÖJAB intensiv verschiedene Projekte der Entwicklungszusammenarbeit für Obervolta / Burkina Faso im BPI der ÖJAB und vor Ort. 1998 eröffnet die ÖJAB dazu ein eigenes Repräsentanzbüro in Ouagadougou (in Bürogemeinschaft mit HOPE' 87). Damit folgte sie dem Trend der Zeit, weil immer mehr Projekte vor Ort betreut werden müssen.